Grantchester: Was zum Henker…

Rezension: Staffel 1

Damit etwaige Missverständnisse gleich ausgeräumt werden, der Titel der Rezension bezieht sich nicht auf ein voreiliges Fazit. Im Gegenteil. In GRANTCHESTER befinden wir uns nicht nur im entzückend-pittoresken Dorf nahe Cambridge, sondern fernsehserientechnisch auch in bester, irgendwie bekannter Gesellschaft. Grantchester: Was zum Henker… weiterlesen

Hautnah: Die Methode Hill

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© ITV, Foto: Alan Peebles – Robson Green[/white_box]
Rezension: komplette Serie

Das Krimi-Genre – in welcher medialen Form auch immer – ist das beliebteste der Welt. Das liegt zum einen an der Faszination des Bösen, zum anderen am Vergnügen, Rätsel zu lösen und sicher auch an dem Bedürfnis, letztendlich die Täter hinter Schloss und Riegel zu wissen – auch wenn uns dies sowohl in der Fiktion als auch in der Realität des Öfteren verwehrt bleibt. 

Die in Schottland geborene Kriminalschriftstellerin Val McDermid zählt zum erlesenen Kreis der britischen Autoren, deren Werke fast umgehend in TV-Serien verwandelt werden. Dass die von den Autoren erdachten Verbrechensaufklärer das geschriebene Wort verlassen und in oft äußerst beliebten Fernsehreihen ein neues Zuhause finden, hat hier quasi Tradition. Ob Caroline Grahams Barnaby, Elizabeth Georges Lynley, Mark Billinghams Thorne, Ruth Rendells Wexford oder Colin Dexters Morse. Die Beispiele sind zahlreich. Hautnah: Die Methode Hill weiterlesen

Hautnah: Tonys Abschied oder Der Mann mit den blauen Tüten

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© ITV 2008, Foto: Alan Peebles – Simone Lahbib, Robson Green[/white_box]
Rezension: Staffel 6

Tony Hill (Robson Green) ist klinischer Psychiater und berät die Polizei in Bradfield bei ganz besonders grausamen Mord-Fällen. Und natürlich tut er das auf seine ganz eigene Weise. Er hat die seltene Gabe sich einerseits völlig in die Gedankenwelt des Täters zu versetzen, sich andererseits aber auch nicht von ihr beeinflussen zu lassen. Er hat weder ein dunkles Ich, noch ist er dauerdepressiv.

Tony ist intelligent und sanft und irgendwie auch ein bisschen chaotisch. Wenn er unterwegs ist, trägt er keine Taschen und auf Reisen auch keine Koffer mit sich – nein, er bevorzugt kleine, blaue Mülltüten. Und selten trifft man ihn schlafend in einem Bett an – Tony fällt meist dort ins Traumland, wo er gerade mit sich selbst redend seinen letzten Gedankengängen zum aktuellen Fall gefolgt war. Man möchte meinen, dass er seine Umgebung als Psychiater zu Tode analysiert, aber dankenswerterweise verschont er sein soziales Umfeld damit. Es sei denn, man braucht seinen Rat. Hautnah: Tonys Abschied oder Der Mann mit den blauen Tüten weiterlesen