Downton Abbey: Adel verpflichtet

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© 2011 Universal Pictures – vlnr: Elizabeth McGovern, Maggie Smith, Michelle Dockery, Laura Carmichael, Jessica Brown Findlay, Penelope Wilton[/white_box]
Rezension: Staffel 1

Beginnend mit dem Untergang der Titanic im April 1912 bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs im Sommer 1914 erzählt die erste Staffel von „Downton Abbey“ die Geschichte der Familie Crawley. Robert Crawley, Earl of Grantham (Hugh Bonneville, „From Time to Time“, „Wenn Jane Austen wüsste“) liebt das Familienanwesen Downton Abbey und sähe es nur ungern im Besitz angeheirateter Erbfolger. Als beim Untergang der Titanic die schon festgelegten Nachfolger James Crawley  – ein Cousin von Robert – und dessen Sohn Patrick ums Leben kommen, ist guter Rat teuer. Downton Abbey: Adel verpflichtet weiterlesen

Poirot: Der gepflegte Belgier

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© Carnival Films, ITV – „Murder In Mesopotamia“ – David Suchet[/white_box]
Rezension: Collection 8

Oui, oui. Monsieur Hercule Poirot verbittet es sich, ein Franzose genannt zu werden. Er ist Belgier und die erste, private Schnüffelnase, die sich Agatha Christie erdacht hatte. 1920 veröffentlichte Christie ihren ersten Roman „The Mysterious Affair at Styles“ („Das fehlende Glied in der Kette“) in den USA. Erst ein Jahr später konnte man das Buch auch in ihrem Heimatland Großbritannien erwerben. Hier hatte der Mann mit dem perfekt geformten Oberlippenbärtchen und dem komischen Gang seinen ersten Fall (lässt man die Kurzgeschichten mal außer Acht), dem noch etliche folgen sollten. Trotzdem auch Miss Marple zu Agatha Christies berühmtesten, literarischen Charakter-Erfindungen zählt, hat es Poirot in ungleich mehr Romane und Kurzgeschichten geschafft als seine „Kollegin“. Poirot: Der gepflegte Belgier weiterlesen

Hautnah: Tonys Abschied oder Der Mann mit den blauen Tüten

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© ITV 2008, Foto: Alan Peebles – Simone Lahbib, Robson Green[/white_box]
Rezension: Staffel 6

Tony Hill (Robson Green) ist klinischer Psychiater und berät die Polizei in Bradfield bei ganz besonders grausamen Mord-Fällen. Und natürlich tut er das auf seine ganz eigene Weise. Er hat die seltene Gabe sich einerseits völlig in die Gedankenwelt des Täters zu versetzen, sich andererseits aber auch nicht von ihr beeinflussen zu lassen. Er hat weder ein dunkles Ich, noch ist er dauerdepressiv.

Tony ist intelligent und sanft und irgendwie auch ein bisschen chaotisch. Wenn er unterwegs ist, trägt er keine Taschen und auf Reisen auch keine Koffer mit sich – nein, er bevorzugt kleine, blaue Mülltüten. Und selten trifft man ihn schlafend in einem Bett an – Tony fällt meist dort ins Traumland, wo er gerade mit sich selbst redend seinen letzten Gedankengängen zum aktuellen Fall gefolgt war. Man möchte meinen, dass er seine Umgebung als Psychiater zu Tode analysiert, aber dankenswerterweise verschont er sein soziales Umfeld damit. Es sei denn, man braucht seinen Rat. Hautnah: Tonys Abschied oder Der Mann mit den blauen Tüten weiterlesen

Primeval: Phoenix aus der Asche

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© ITV, ProSieben, polyband – Hannah Spearritt, Andrew Lee Potts[/white_box]
Rezension: Staffel 5 aka 4.2

Wer hätte beim Sender ProSieben seinerzeit beim Start der ersten Folge von Primeval in Deutschland wohl gedacht, dass der deutsche Untertitel beinahe prophetisch sein würde? Nachdem die Abenteuer-Serie um geheimnisvolle, Raum und Zeit überbrückende Anomalien, Verschwörungen und vor allem Dinosaurier nach der dritten Staffel wegen zu hoher Kosten eingestellt wurde, feierte sie wie der mythologische Phoenix aus der Asche ihre eigene „Rückkehr der Urzeitmonster“- auch wenn „Monster“ nach wie vor ein etwas diffamierender Terminus für die ausgestorbenen Erdbewohner ist. Primeval: Phoenix aus der Asche weiterlesen

Primeval: Manchmal kommen sie wieder

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© ITV, ProSieben, polyband – Andrew Lee Potts, Hannah Spearritt[/white_box]
Rezension: Staffel 4 aka 4.1

Totgesagte leben länger, heißt es. Im Fall der Abenteuer-Mystery Serie „Primeval – Rückkehr der Urzeitmonster“ trifft das durchaus zu. Nachdem sie im Jahr 2009 nach der dritten Staffel den üblichen Quotentod starb – wobei es wohl weniger an den Quoten lag als vielmehr an den hohen Produktionskosten – gab es zwei Jahre später eine Wiederauferstehung. Zu verdanken hat man das keineswegs einer Überzahl an protestierenden Fans, die einer Guerillaaktion gleich den britischen Sender ITV mit Gummi-Dinosauriern beschenkte… eine nette Idee wär‘s gewesen. Nein, es waren die Verantwortlichen selbst, die die Köpfe zusammensteckten und sich schlussendlich auf eine internationale Zusammenarbeit einigten, die die Finanzierung einer vierten und fünften Staffel ermöglichte. Primeval: Manchmal kommen sie wieder weiterlesen