Brokenwood

Brokenwood: Killing me with too much kindness

Rezension: Staffel 2

Der Titel eines Country Songs der letzten Episode dieser Staffel passt als Beschreibung für eben diese wie die Butter aufs Brot. Die Kriminalfälle plätschern unspektakulär vor sich hin. Die Ermittlungen ziehen sich. Das Personal wirkt müde und nicht einmal Neuseeland selbst kann einen hier vom Hocker reißen.

© South Pacific Pictures 2015, Edel:Motion 2020, BROKENWOOD – Szenefoto

Es gibt natürlich auch Pluspunkte. Das Ermittlerteam erscheint zusammengeschweißter und eingespielter. Insbesondere Kristin (Fern Sutherland) erlaubt sich Mike (Neill Rea) gegenüber mehr Flapsigkeiten. Der wiederum gibt ein bisschen Privates preis. Und das betrifft nicht nur seine unerschütterliche Liebe zur Country Musik.

Mike: „Ich verstehe nicht, wie man klassische Musik gut finden kann.“
Kristin: „Fehlt das Gitarren-Geschrammel und Texte über entlaufende Hunde in der Kohlgrube?“
Mike: „Oh, komm schon. Du liebst es auch.“
Kristin: „Ganz sicher nicht.“
Mike: „Du bist noch jung.“

© South Pacific Pictures 2015, Edel:Motion 2020, BROKENWOOD – Szenefoto

D.C. Sam Breen (Nic Sampson) bekommt ebenfalls mehr zu tun und darf sich u. a. mit der Handarbeitsgruppe aus Brokenwood zu einem Plausch treffen. Die liebenswert schrulligen Damen – allen voran Mrs. Marlowe (Elizabeth McRae) mit ihren legendären, selbstgemachten Käseröllchen – verleihen der Serie einmal mehr den Barnaby-ischen Charme… also Midsomer-like, wenn man so will.

Kleine Highlights sind nach wie vor die Auftritte von Gerichtsmedizinerin Gina Kadinsky (Cristina Serban Ionda), die umso komischer wirkt, je mehr sie vergeblich versucht, komisch zu sein. (Ja, der Satz ergibt wirklich Sinn.)

Gina: „Er hat Lippenstiftrückstände auf seinem Mund. Wahrscheinlich durch Küssen.“
Mike: „Er tat was Schönes, bevor ihn das Unschöne ereilte?“
Gina: „Er hat eine Zigarette an einer Kerze angezündet.“
Mike: „Er war Raucher, meinen Sie?“
Gina: „In Russland sagt man, wenn man eine Zigarette an einer Kerze entzündet, passiert was Unschönes.“
Mike: „Er ist kein Russe.“
Gina: „Dann hat er was Schönes gemacht, bis was Unschönes passierte.“

© South Pacific Pictures 2015, Edel:Motion 2020, BROKENWOOD – Szenefoto: Nic Sampson, Neill Rea, Fern Sutherland, Pana Hema Taylor

Im Fazit werden ein Rugby Coach, ein Schauspieler, ein Seemann und eine Country Sängerin unschön dahingerafft plus einige bedauerliche Nebenfiguren. Man muss hoffen, dass die weiteren Staffeln (im Original sind es schon sechs) wieder ein bisschen mehr Pepp und Passion bekommen.

Mike: „Weißt du wieso Johnny Cash immer schwarz trug?“
Kristin: „Will ich das wissen?“
Mike: „Ich glaube, dein innerer Country Musik Fan platzt vor Neugier.“

© South Pacific Pictures 2015, Edel:Motion 2020, BROKENWOOD – Szenefoto: Neill Rea, Jodie Rimmer, Pana Hema Taylor

Eine goldene Himbeere hat sich die deutsche Erstausstrahlungspolitik verdient. Nur vier Episoden in ganzen drei Monaten zu versenden muss man auch erstmal schaffen.

Die DVD zur zweiten Staffel erschien bereits am 05.06.2020 und die Ausstattung ist – wie bei Edel:Motion leider üblich – rudimentär. Das übersichtliche Bonusmaterial von knapp drei Minuten belangloser Statements der Hauptdarsteller hätte man auch weglassen können.

Coverfoto: Edel:Motion

DVD Ausstattung

Format: PAL
Ländercode: 0
Disc-Typ: 2xDVD-9
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
Audio: Dolby Digital 2.0
Anzahl der Disks: 2
Altersfreigabe: 12
Laufzeit: ca. 362 Min. (4 x ca. 90 Min.) + Bonus (ca. 3 Min.)
Extras: Kommentare der Hauptdarsteller zur 2. Staffel
Verpackung: Digipak, FSK-Button aufgedruckt
Label: edel:motion

Episoden – Disc 1
2.01 Tödliche Niederlage (1:28:19)
2.02 Sterben oder nicht sterben (1:28:09)

Episoden – Disc 2
2.03 Fang des Tages (1:27:22)
2.04 Blutiges Pink (1:28:42)
Bonus: Interviews mit den Hauptdarstellern (00:02:59 Min.)

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