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Sherlock: Totgesagte leben länger

Sherlock
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© Hartswood Films 2013, Foto: Robert Viglasky – Martin Freeman, Benedict Cumberbatch
Rezension: Staffel 3

Der König der Deduktion ist tot. Lang lebe der König! Natürlich stand es außer Frage, dass SHERLOCK zurückkehren würde. Nicht nur aufgrund der literarischen Vorlage und der letzten Szene der zweiten Staffel. Was haben sich die Zuschauer ihre Hirne zermartert, wie Sherlock nicht gestorben sein könnte. Steven Moffat („Doctor Who“) und Mark Gatiss („The League of Gentlemen“) haben sich einen Spaß daraus gemacht, sie rätseln zu lassen und haben mit Bemerkungen wie – es wäre offensichtlich gewesen – Öl ins Feuer gegossen. Die Auflösungsversuche reichten von absolut lächerlich bis verdammt nah dran. Gatiss und Moffat präsentierten drei Varianten, von denen die letzte im Prinzip die richtige ist.

Doch wer nun dachte, wieder ruhig schlafen zu können, wurde abermals in die Ahnungslosigkeit getrieben. Würde Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch, „Parade’s End“, „Star Trek: Into Darkness“) ausgerechnet Dr. Anderson (Jonathan Aris, „The Amazing Mrs Pritchard“) erzählen, wie er sein Überleben geplant hatte? Schlussendlich wollte man die Illusion nicht zerstören und konnte in Anlehnung an einen Dialog aus dem Film „Sherlock Holmes größter Fall“ (OT: „A Study in Terror“, 1965) für die erste Episode eine perfekte Schlussszene bieten, wenn John Watson (Martin Freeman, „Der Hobbit“, „Fargo“) danach fragt, wie Sherlock den Sprung überlebt hat und er darauf entgegnet, bekanntermaßen unzerstörbar zu sein.

Sherlock: „Ich denke, ich werde John überraschen. Er wird sich freuen.“
Mycroft: „Meinst du, ja?“
Sherlock: „Vielleicht springe ich in der Baker Street einfach aus einer Torte.“
Mycroft: „Baker Street? Da ist er nicht mehr. Warum sollte er auch? Das ist zwei Jahre her. Sein Leben ist weitergegangen.“
Sherlock: „Welches Leben? Ich war weg.“

Szenefoto Sherlock

© Hartswood Films 2013, Foto: Robert Viglasky – Benedict Cumberbatch

Doch in DER LEERE SARG (OT: „The Empty Hearse“) geht es ja nicht um die Beantwortung dieser Frage, sondern um Sherlocks Rückkehr. Nach zweijährigen Undercover-Aktionen an den verschiedensten Orten der Welt – um auch die letzten Verzweigungen von Moriartys (Andrew Scott, „Blackout“) Organisation zu zerstören – beordert Mycroft Holmes (Mark Gatiss) seinen Bruder wieder zurück nach Großbritannien. In London ist ein terroristischer Anschlag geplant, den Sherlock vereiteln muss. Doch zunächst steht für ihn ein weit schwierigeres Vorhaben auf dem Plan. Er muss Watson erklären, dass er noch am Leben ist. Auf seine naiv-arrogante Art geht er davon aus, dass sein Freund sich hellauf begeistert zeigen und dann wieder zur Tagesordnung übergehen wird. Doch weit gefehlt. Watson verfällt in einen regelrechten Schockzustand und ist so wütend, dass er Sherlock mehrmals physisch attackiert. Freeman spielt diese Szenen so überzeugend, dass man Sherlock am liebsten selbst eine Ohrfeige geben möchte, wären die dazugehörigen Dialoge nicht auch noch urkomisch.

John: „Wieso bin ich der Einzige, der glaubt, dass das falsch ist? Der Einzige, der reagiert wie ein menschliches Wesen?“

Bei dieser Gelegenheit macht Sherlock die Bekanntschaft mit Mary Morstan (Amanda Abbington, „Case Histories“, „Mr Selfridge“), Johns Verlobte. Beide sind sich auf Anhieb sympathisch und müssen schon in dieser Episode zusammenarbeiten, als John entführt wird.

Sherlock: „Ah, das verstehe ich nicht. Ich sagte doch, dass es mir Leid tut. Macht man das nicht so?“
Mary: „Gott, Sie wissen überhaupt nichts über die menschliche Natur, oder?“
Sherlock: „Hmmm, Natur? Nein. Menschlich? Nein.“

Szenefoto Sherlock

© Hartswood Films 2013, Foto: Robert Viglasky – Benedict Cumberbatch, Martin Freeman

Es ist durchaus angebracht, dass Sherlocks Rückkehr mit starken Charakterszenen und schönen bis amüsanten Dialogen honoriert wird. Die einzelnen Reaktionen von Watson, Detective Inspector Greg Lestrade (Rupert Graves, „The White Queen“) und Mrs Hudson (Una Stubbs, „Eine lausige Hexe“) sprechen für sich. Doch der zu klärende Fall bleibt im wahrsten Sinne auf der Strecke – um genauer zu sein, auf einer Londoner U-Bahn Strecke. Just am fünften November, dem Gedenkfeiertag zum Scheitern der sogenannten Pulververschwörung von 1605, an dem Guy Fawkes und seine Kumpane versucht hatten, das gesamte englische Parlament in die Luft zu jagen, planen Terroristen erneut die britische Regierung ins Jenseits zu befördern. Sherlock und Watson landen schlussendlich in dem mit Sprengstoff präparierten U-Bahn Wagen, um das zu verhindern.

Doch der finale Gag mit dem Ausschalter der Bombe will nicht so recht zünden (um dieses Wortspiel zu verzeihen), auch wenn Sherlock sich köstlich darüber amüsiert, Watson einmal mehr fast in den Wahnsinn getrieben zu haben.

Szenefoto Sherlock

© Hartswood Films 2013, Foto: Robert Viglasky – Martin Freeman, Benedict Cumberbatch

Mit der Episode IM ZEICHEN DER DREI (OT: „The Sign of Three“) gerieten Fans und Kritiker in einen Zwiespalt. Während einige Fans von Sherlocks neuer emotionaler Seite entzückt gewesen sein dürften, empfanden viele Zuschauer und Kritiker diese Verwässerung seines Charakters und den abermals schwachen Kriminalfall als eine Veränderung hin zum Schlechteren. Das Endergebnis gestaltet sich als Stückware mit Rückerinnerungen, aneinander gereihten Anekdoten und dem schon fast mühsam zusammengepuzzelten Fall. Das Meiste davon wird während der Rede von Sherlock als Trauzeuge präsentiert, was dazu führt, dass sie endlos erscheint. In ihren letzten Zügen hat man kaum noch Lust, dem Detektiv zuzuhören, dessen zusammenhanglos erscheinende Geistesblitze immer anstrengender werden. Die Versatzstücke des Falles um den Mordversuch an einen Gardisten und die geplante Ermordung des ehemaligen Kommandanten von Watson sind letztlich interessanter als die Lösung selbst.

John: [zu Sherlock] „Ich sag dir was. Du bist kein Rätsellöser. Das bist du nie gewesen. Du bist ’ne Drama Queen!“

Wirklich gelungen erscheint die zweite Episode dieser dritten Staffel nur in vereinzelten Szenen. Anrührend und komisch zugleich ist der Dialog, in dem Watson Sherlock darum bittet, sein Trauzeuge zu sein, weil er nun mal sein bester Freund ist. Doch der brillante Detektiv braucht nicht nur eine ganze Weile, bis ihm das klar wird. Er weiß auch nicht, wie er darauf reagieren soll. Hier muss man die deutsche Synchronisation loben, die es nach einer gefühlten Ewigkeit geschafft hat, dass sich die Protagonisten duzen dürfen. Man hat genau diese Szene ausgewählt, die absolut perfekt dafür ist.

John: „Hören Sie, Sherlock. Das ist der größte und wichtigste Tag meines Lebens.“
Sherlock: „Naaa…“
John: „Doch, das ist er. Das ist er. Und ich möchte mit den beiden Menschen da vorne stehen, die mir auf der Welt am wichtigsten sind. Und die ich am meisten liebe.“
Sherlock: „Ja.“
John: „Das sind Mary Morstan…“
Sherlock: „Ja.“
John: „Und?“
Sherlock: „…“
John: „Du!“

Szenefoto Sherlock

© Hartswood Films 2013, Foto: Robert Viglasky – Martin Freeman, Benedict Cumberbatch

Kaum ein Auge dürfte trocken geblieben sein, als Sherlock akribisch den Zwei-Mann- Junggesellenabend plant – mit einer Sauftour an alle Orte ihrer bisher aufgeklärten Verbrechen. Doch Watson macht ihm einen Strich durch die Rechnung, indem er das genau abgemessene Bier mit anderen alkoholischen Getränken mixt. Das Ergebnis lässt nicht lange auf sich warten. Als beide versuchen, einer Frau zu helfen, die meint, eine Verabredung mit einem Geist gehabt zu haben, gibt sich Sherlock – voll wie eine Strandhaubitze – auf dem Boden kauernd dem Sekundenschlaf hin, während Watson dies – ebenso sturzbetrunken – mit „He’s clueing for looks!“ kommentiert. Oder wie es in der Synchronisation heiß: „Er spurt nach Suchen!“

Leider wollen sich die einzelnen Komponenten nicht zu einem wirklich homogenen Gesamtbild zusammenfügen. Ein Grund dafür könnte sein, dass hier gleich drei Autoren am Werk waren. Neben Gatiss und Moffat schrieb auch Steve Thompson („Doctor Who“) an der Folge mit. Die Episode endet verkitscht, wenn Sherlock auf der Hochzeitsfeier verrät, dass Mary ein Kind erwartet und er ein für die Eheleute eigens komponiertes Violinen-Stück zum Besten gibt. Man will sich fast fremdschämen, wenn der Meisterdetektiv auch noch zugibt, das Tanzen zu mögen und zum Beweis eine Pirouette dreht.

In einem Interview (als Bonus auf der DVD/BD enthalten) erklären Moffat und Gatiss, dass diese Vorgehensweise Methode hatte. Man wollte den Zuschauer mit einem sozialeren Sherlock auf eine falsche Fährte locken, um die Dramaturgie der letzten Episode der dritten Staffel zu verstärken. Außerdem, so Moffat, wäre SHERLOCK ja auch keine Detektivserie, sondern eine Serie um einen Detektiv und daher wäre es durchaus angebracht, die Charakterentwicklungen über die zu lösenden Fälle zu stellen.

Hier kann man jedoch anmerken, dass dem Zuschauer die Intention von Moffat und Gatiss verständlicherweise nicht klar sein konnte und mögliche, negative Kritiken vorprogrammiert waren. Einige schon erwähnte Szenen waren dafür auch gar nicht nötig. Und letztlich stellt sich die Frage: Definiert sich die Genialität eines Sherlock Holmes nicht über die Lösung komplexer und schwieriger Fälle? Die Serie ist immer dann am besten, wenn Charakterzeichnung und Kriminalfall ausbalanciert sind. Ein Fakt, den SEIN LETZTER SCHWUR (OT: „His Last Vow“) in jeglicher Hinsicht unter Beweis stellt.

John: „Mary bringt die Jungs nachhause. Und ich bringe dich. Hatten wir so besprochen.“
Sherlock: „Menschen haben geredet. Keiner von denen war ich. Ich hab‘s wohl rausgefiltert.“
John: „Hab‘ ich gemerkt.“
Sherlock: „Ich muss viel hirnloses Gebrabbel filtern. Mrs Hudson habe ich semi-permanent stumm geschaltet.“

Szenefoto Sherlock

© Hartswood Films 2013, Foto: Ollie Upton – Lars Mikkelsen

Für die finale Episode der dritten Staffel möchte man vor den SHERLOCK Kreativen niederknien. Es stimmt so gut wie alles. Mit Lars Mikkelsen („Nordlicht – Mörder ohne Reue“, „Kommissarin Lund“) als Charles Augustus Magnussen gibt es einen Gegner, der mit seiner kühlen und arroganten Widerlichkeit die eher kindliche Boshaftigkeit eines Jim Moriarty in den Schatten stellt. Der Besitzer eines Zeitungsverlages verdient sein Geld hauptsächlich mit Erpressung und demonstriert beim ersten Zusammentreffen seine Überlegenheit, indem er in Sherlocks Kamin uriniert. Selbst ihm schaudert vor diesem Mann, den er unbedingt zur Strecke bringen will.

Sherlock: „Ich habe mit Mördern und Psychopathen zu tun gehabt. Mit Terroristen und Serienkillern. Doch keiner verursacht mir so eine Übelkeit wie Charles Augustus Magnussen.“

Szenefoto Sherlock

© Hartswood Films 2013, Foto: Robert Viglasky – Martin Freeman, Benedict Cumberbatch

Als Lady Smallwood (Lindsay Duncan, „Le Week-End“) Untersuchungen gegen Magnussen anstrengt, wird auch sie zu seinem Opfer. Sie bittet Sherlock um Hilfe, der einen Plan ausarbeitet, um die Aufmerksamkeit des Serien-Erpressers zu erlangen. Watson ist völlig ahnungslos und umso überraschter, als er seinen besten Freund in einer Junkie Absteige findet. Kaum hat er die Erklärung dafür halbherzig geschluckt, muss John die nächste unerwartete Begegnung verarbeiten. Trauzeugin Janine (Yasmine Akram, „Stella“) hüpft leicht bekleidet durch Sherlocks Wohnung und ist offensichtlich schon seit einiger Zeit mit dem Detektiv liiert. Man herzt und küsst sich. Und als Zuschauer ist man genauso verblüfft wie Watson. Betrachtet man Sherlocks Mimik, ahnt man jedoch, dass hier was faul ist im Staate Großbritannien.

Janine: „Sherlock Holmes. Du bist ein hinterhältiger, herzloser, manipulativer Mistkerl.“
Sherlock: „Und du, wie sich zeigt, eine habgierige, opportunistische, Publicity hungrige Boulevardblatt-Hure.“
Janine: „Dann sind wir quitt?“
Sherlock: „Ja, natürlich.“

Im Anschluss wird fast schon ein Feuerwerk an Finten abgebrannt und zeigt uns nicht nur den brillantesten Detektiv der Welt gewohnt ambivalent und sozial inkompatibel. Zunächst muss John und auch der Zuschauer einen Schock verdauen, denn Mary ist nicht die Person, die sie vorgibt zu sein. Auf dramatische Weise konfrontiert Sherlock seinen besten Freund mit der Wahrheit. Es bricht einem das Herz, wenn sich John und Mary in dieser Szene gegenüberstehen.

Sherlock: „John. Du bist süchtig nach einem bestimmten Lebensstil. Du wirst extrem davon angezogen. Von gefährlichen Situationen und Menschen. Also, ist es wirklich so eine Überraschung, dass die Frau, in die du dich verliebst, diesem Muster entspricht?
John: Sie sollte doch aber nicht so sein. Wieso ist sie so?
Sherlock: Weil du sie gewählt hast.“

John: [zu Mary] „Die Probleme deiner Vergangenheit sind deine Sache. Die Probleme deiner Zukunft sind mein Privileg.“

Szenefoto Sherlock

© Hartswood Films 2013, Foto: Robert Viglasky – Benedict Cumberbatch

Nun, da Sherlock auch Marys Geheimnisse schützen muss, wird das finale Aufeinandertreffen mit Magnussen umso bedeutsamer. Mit dem Versprechen, Informationen über seinen Bruder preiszugeben, gelangt Sherlock ins Haus seines Gegners. Abermals kommt es zu einer verblüffenden Wendung und der Detektiv lernt eine schmerzliche Lektion. Er verliert das Spiel. Zutiefst gedemütigt weiß Sherlock nur noch einen Ausweg, um Magnussen aufzuhalten.

In einem Interview äußerte sich Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch zu eben jener Szene, in der Sherlock zur Waffe greift und merkt an, dass man Sherlocks düstere Seite niemals unterschätzen sollte. Die äußeren Umstände und der Wunsch, seinen Freund zu beschützen, mögen zu seiner Entscheidung beigetragen haben. Doch letztlich hat sich Sherlock durch seine Fehlinterpretationen selbst in die Ecke gedrängt. Er wurde besiegt und das ist für den Detektiv unerträglich.

Benedict Cumberbatch: „I’m really happy that there was that dark edge brought back in because there is that within the character.“

Als letzte Überraschung taucht im Abspann der Episode ein anderer tot geglaubter Charakter wieder auf. Nun kann man spekulieren, ob und wenn ja, wie Moriarty überlebt hat. Oder man wartet einfach mal ab. Etwas, dass man als SHERLOCK Fan ohnehin gewohnt ist.

FAZIT
Auch wenn die zweite Episode etwas schwach ausfällt und die anfänglich provozierte Neuausrichtung – insbesondere Sherlocks Charakter betreffend – nicht jedem Zuschauer gefallen haben dürfte, so kann man die dritte Staffel in ihrer Gesamtheit als äußerst gelungen bezeichnen.

DER LEERE SARG beeindruckt mit der behutsamen, zu Herzen gehenden und auch komischen Wiederannäherung der beiden Freunde. In den Szenen, in denen John seinem Beruf als Arzt nachgeht und Sherlock zeitgleich Molly Hooper (Louise Brealey, „Bleak House“) als John-Ersatz ausprobiert, sind die Schnitte dramaturgisch hervorragend gewählt.

IM ZEICHEN DER DREI weist eine hohe Gag-Dichte auf. Und als Sherlock zu Beginn seiner Ansprache John auf seine ganz eigene Weise gratuliert und ihm dankt, rührt er damit nicht nur die anwesenden Hochzeitsgäste zu Tränen.

Schlussendlich befindet man sich in SEIN LETZTER SCHWUR durch die vielen raffinierten Wendungen auf einer Achterbahn der Gefühle. Der Fall selbst empfiehlt sich nicht nur durch einen mehr als würdigen Gegner, der von Lars Mikkelsen (Bruder von Mads „Hannibal“ Mikkelsen) wunderbar diabolisch gespielt wird. Sondern auch, weil Sherlocks sämtliche Annahmen – wie Magnussen vorgeht – falsch sind und er tatsächlich vorgeführt wird. Und das von einem Mann, der weder einen Masterplan verfolgt, noch die Welt beherrschen will, sondern einfach nur dem schnöden Mammon frönt.

Den Cast der dritten Staffel könnte man als familiär bezeichnen. Amanda Abbington ist auch im wahren Leben mit Martin Freeman liiert. Wanda Ventham („Doctor Who“) und Timothy Carlton („Höllenjagd bis ans Ende der Welt“) spielen nicht nur die fiktiven Eltern von Sherlock und Mycroft Holmes, sondern sind auch die leiblichen Eltern von Schauspieler Benedict Cumberbatch. Zu guter Letzt sei Steven Moffats Sohn Louis Oliver Moffat erwähnt, der hier Sherlock als Kind darstellt.

Mrs Hudson: „Ihre Mutter hat eine Menge falsch gemacht.“
Sherlock: „Ich weiß. Ich habe eine Liste… Mycroft einen ganzen Ordner.“

Szenefoto Sherlock

© Hartswood Films 2013, Foto: Robert Viglasky – Benedict Cumberbatch, Martin Freeman

polyband hat die DVD und die Blu-ray am 10.06.2014, einen Tag nach der deutschen Erstausstrahlung veröffentlicht. Sprache und Untertitel gibt es auf Deutsch und Englisch. Das Booklet wurde wieder von Michael Ross und Oliver Bayan verfasst. Abermals liefern die beiden auf fünfzehn Seiten eine hervorragende Sammlung an Verweisen zwischen der literarischen Vorlage und den filmischen Umsetzungen von Moffat und Gatiss. Als Bonus gibt es drei Making Ofs mit interessanten Interviews und Informationen zu den Dreharbeiten.

Als weiteres Extra hätte man sich vielleicht noch die zirka siebenminütige Mini-Episode MANY HAPPY RETURNS gewünscht, die von der BBC auf YouTube zur Verfügung gestellt wird. Dr. Anderson versucht DI Lestrade davon zu überzeugen, dass Sherlock noch lebt und verweist auf verschiedene Vorkommnisse weltweit. Wenngleich die Episode als Appetithäppchen hervorragend funktioniert, ließ man sich zu einem vermeidbaren, logischen Fehler hinreißen, den Gatiss, als er darauf aufmerksam gemacht wurde, über seinen Twitter-Account folgendermaßen kommentierte.

Mark Gatiss: „For the pedants, I know there’s no German jury system. That’s why foreman says it’s under ‚highly unusual circumstances‘.“

Nun ja. Seien wir fair. Es gibt keine noch so außergewöhnlichen Umstände, wegen derer man in Deutschland tatsächlich ein Geschworenengericht einberufen würde. Aber pingelig wollen wir natürlich auch nicht sein…

John: „Ich habe Sie um ein Wunder gebeten. Ich wollte, dass Sie aufhören tot zu sein.“
Sherlock: „Ich habe Sie erhört.“

DVD Ausstattung: Sherlock Serien-Guide

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