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Mad Dogs: Adam, Blake, Tony und Jamie

Mad Dogs
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© Left Bank Pictures (Television) Limited/British Sky Broadcasting Limited (2012), Foto: David Bloomer – vlnr: Philip Glenister, Max Beesley, John Simm, Marc Warren
Rezension: Staffel 3

Willkommen in Afrika! Wer gedacht hatte, es könnte für die vier Freunde Baxter (John Simm), Woody (Max Beesley), Quinn (Philip Glenister) und Rick (Marc Warren) nicht noch bizarrer werden, wird in der dritten Staffel dieser düster-schrägen Buddy Dramödie eines Besseren belehrt.

Eben noch saßen sie mit fünf Millionen Euro in einem Container und wähnten sich in Richtung Freiheit, da werden sie in Marokko auch schon in Empfang genommen und landen wenig später mit orangefarbenen Overalls bekleidet in einem Gefängnis, das es gar nicht geben dürfte.

Während einer Zweitagesschikane machen sie die Bekanntschaft mit Mercedes (Jaime Winstone, „Dead Set“, „We Want Sex“), einer jungen, nicht besonders linientreuen Soldatin, die ebenfalls die „Gastfreundschaft des Auswertigen Amtes“ genießt.

Kaum dürfen die Unglücksraben die mysteriöse Einrichtung verlassen, pfeifen ihnen die Kugeln um die Ohren. Schlimmer geht bekanntlich immer. Und so wird ihnen unverblümt mitgeteilt, dass es einen Tötungsbefehl für sie alle gibt und ihnen nichts anderes übrig bleibt, als mit einer falschen Identität abzutauchen.

Mad Dogs

© Left Bank Pictures 2012, Foto: David Bloomer – Jaime Winstone

Baxter: „… und die haben dann Langley angerufen.“
Rick: „Wer ist Langley?“
Baxter: „Da ist das CIA Hauptquartier.“
Rick: „Hey, wir haben Jason Bourne unter uns.“

Zwei Jahre später haben sich Woody, Baxter, Quinn und Rick getrennt voneinander mit einem neuen Leben arrangiert. Da findet Baxter Hinweise darauf, dass der ganze Spuk vielleicht vorbei sein könnte. Als sich die Freunde wiedertreffen, um ihr altes Leben zurückzuerobern, befinden sie sich einmal mehr auf einem Road Trip, auf dem schief geht, was nur schiefgehen kann…

Max: „Wir sollen in die Pampa reisen und einen Kerl suchen, der vielleicht gar nicht existiert und der uns vielleicht oder aber auch nicht behilflich sein kann.“
Baxter: „Das ist alles, was wir haben.“

Mad Dogs

© Left Bank Pictures 2012, Foto: David Bloomer – Max Beesley

Serienerfinder und Autor Cris Cole hat für die Storyline zur dritten Staffel in der Verschwörungstheoretiker-Kiste gewühlt. Konnte man die Geschichten der ersten beiden Staffeln noch unter – seltsam, aber denkbar – verbuchen, so muss man diesmal über einiges hinwegsehen. Ist man dazu imstande oder gehört gar zu denen, die den Plot um eine nach Rache dürstende Geheimdienststelle für realistisch halten, wird man recht gut bedient.

Ihre Stärke beweist die Serie wieder in den zwischenmenschlichen Szenen der vier Freunde, auch wenn aussichtslos erscheinende Situationen und die damit einhergehenden Schuldzuweisungen langsam vorhersehbar werden. Mit zu den besten Szenen zählt sicherlich die, in der es darum geht, Namen für die neuen Identitäten zu finden. Hierbei schießt Rick mal wieder den Vogel ab.

Mercedes: „Ist ja unglaublich, dass ihr immer noch zusammen abhängt. Ist das so ’ne Art Männerromanze?“

Mad Dogs

© Left Bank Pictures 2012, Foto: David Bloomer – vlnr: John Simm, Philip Glenister, Max Beesley, Marc Warren

Im Fazit muss man leider feststellen, dass die Mad Dogs ihren Biss verloren haben und Cris Cole seine grandiose Serie erzählerisch wohl weitestgehend ausgelotet hat. In Gastrollen sind neben der schon erwähnten Jaime Winstone auch Anton Lesser („The Hour“, „Endeavour“), Kierston Wareing („Luther“, „The Shadow Line“) und Stanley Townsend als geheimnisvoller Lazaro („The Shadow Line“) zu erleben.

Ende Dezember 2013 zeigte man in Großbritannien die finalen Episoden der Serie in einer zwei Folgen umfassenden vierten Staffel.

Rick: „Was glaubt ihr, warum wir noch Freunde sind?“
Woody: „Wir sind uns wichtig, würde ich sagen.“
Quinn: „Aber wir mögen uns eigentlich gar nicht. Ist doch so.“
Woody: „Es ist irgendwie was Tieferes. Ich meine eher so in Richtung…“
Baxter: „Tue es nicht. Sag‘ nicht das L-Wort. Woody, bitte. Sonst muss ich nämlich gleich kotzen.“

justbridge entertainment veröffentlichte die dritte Staffel am 24.01.2014 auf zwei Discs mit englischer und deutscher Tonspur sowie englischen Untertiteln. Bonusmaterial ist diesmal nicht dabei, aber das dürfte auf der britischen Veröffentlichung dieser Staffel wohl auch nicht der Fall sein.

DVD Ausstattung: Mad Dogs Serien-Guide

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