The IT Crowd - Promotion-Foto

© Freemantle, Channel 4

Gehören Sie auch zu den Menschen, die unter der Bedienung eines Computers lediglich das Versenden einer E-Mail und das Hin- und Her Schubsen der Maus verstehen? Dann wissen Sie nicht unbedingt weniger als Jen Barber (Katherine Parkinson, „Doc Martin“, „Radio Rock Revolution“). Ihr ist es jedoch gelungen, beim Einstellungsgespräch das Blaue vom Himmel zu lügen und einen Job als Relationship-Managerin der IT-Abteilung zu bekommen. Könnte natürlich auch daran gelegen haben, dass der Chef von Reynholm Industries ebenso wenig eine Leuchte im Computer-Nirwana ist. 

Voller Tatendrang fährt sie mit dem Fahrstuhl hinunter in den Keller. Dort hat die IT-Abteilung ihre Büroräume, falls man sie so nennen kann. Nach kurzen Anfangsschwierigkeiten mit ihren neuen Mitarbeitern Roy (Chris O’Dowd, „The Crimson Petal and the White“, „Radio Rock Revolution“) und Moss (Richard Ayoade, „Garth Marenghi’s Darkplace“, „Nathan Barley“), kommt man überraschend gut miteinander aus.

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Die beiden jungen Männer haben zwar jede Menge Ahnung von Computern, sind von sozialer Kompatibilität allerdings weitestgehend befreit. Hier kann Jen wiederum aushelfen. Sicher nimmt sie auch mal das eine oder andere Fettnäpfchen mit, bewegt sich auf dem Parkett zwischenmenschlicher Interaktion jedoch etwas versierter. Schon wird eine Mitarbeiter-Party geplant, um die permanent ignorierten IT-Jungs unters Völkchen zu bringen. Natürlich endet das mit einer peinlichen Geschichte, die nie hätte erzählt werden sollen und Roy und Moss sind noch unbeliebter als zuvor. Aber von solchen Niederlagen lässt man sich nicht unterkriegen. Im Gegenteil. Katastrophen werden nicht umschifft – man steuert geradewegs auf sie zu. 

Roy hat regelmäßig Schwierigkeiten mit dem schönen Geschlecht und wird wegen patziger Auskünfte schon mal mit einem Damenschuh verprügelt. Moss wohnt noch bei Mutti, setzt das Büro in Brand (die Feuerwehr wird per E-Mail gerufen) oder lässt sich von einem Kannibalen zum Kochkurs einladen. Und Jen gerät immer wieder mit der Führung der Firma aneinander, insbesondere, wenn sie ausländische Geschäftspartner verprellt und beispielsweise vorgibt, fließend Italienisch zu sprechen. Wenn Roy und Moss ihrer Chefin auch noch bei einem Vortrag über das Internet „behilflich“ sind, geht der Spaß erst richtig los. 

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Echte Highlights sind Gastauftritte von Noel Fielding („The Mighty Boosh“) als Richmond, dem vierten Team-Mitglied hinter der geheimnisvollen, roten Tür. Seit er sich mit Denholm Reynholm (Christopher Morris, „Jam“, „Brass Eye“) überworfen hatte, fristet er sein Dasein im gut temperierten Server-Raum und überwacht die blinkenden Lichter. Nicht zu vergessen der triebgesteuerte Douglas Reynholm (Matt Berry, „Garth Marenghi’s Darkplace“, „The Mighty Boosh“), der nach dem Tod seines Vaters die Firma übernimmt. Im Übrigen wird man nie erfahren, auf welche Weise Reynholm Industries eigentlich Geld verdient. 

Der in Irland geborene Graham Linehan, der Serien wie „Father Ted“ und „Black Books“ kreierte, schuf die putzige Nerd-Comedy 2006 und traf den Nerv der Zuschauer. Gedreht wurde vor Live-Publikum, das zum Großteil – wen wundert’s – aus echten IT Beratern bestand. Sowohl die Amerikaner als auch die Deutschen („Das iTeam – Die Jungs an der Maus“) versuchten sich mit Adaptionen, scheiterten jedoch kläglich. Im Sommer 2011 hieß es, dass eine fünfte Staffel die letzte sein würde. Kurz darauf erklärte Linehan, dass es diese fünfte Staffel nicht mehr geben wird. Nichtsdestotrotz könnte man 2012 auf Channel 4 ein Serien-Special erleben. 

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Die beliebte IT-Phrase „Have you tried turning it off and on again?“ – die hier als running gag genutzt wird – wurde in der deutschen Synchronisation leider falsch übersetzt. Da heißt es: „Schon mit ein- und ausschalten versucht?“ Wenn man so einen Computer nämlich erst mal ausgeschaltet hat, tut der natürlich auch nix mehr. Soviel ist mal sicher. Vielleicht hatte der Dialogschreiber für das Drehbuch der Synchronisation aber auch so viel Ahnung von Computern wie Jen. Mit „wäre nicht lippensynchron gewesen“ kann man das jedenfalls nicht entschuldigen. Richtig herum – also erst ausschalten und dann wieder einschalten – funktioniert es übrigens tatsächlich… hin und wieder. 

In Deutschland wurde „The IT Crowd“ vom TV Sender Comedy Central ausgestrahlt und das Label tellyvisions veröffentlichte zwischen November 2009 und Januar 2011 die vier Staffeln auf DVD mit exzellenter Ausstattung. Audio und Untertitel gibt es in Deutsch und Englisch und mit Extras wird nicht gegeizt. 

DVD Ausstattung:
The IT Crowd – Version 1.0
The IT Crowd – Version 2.0
The IT Crowd – Version 3.0
The IT Crowd – Version 1.0 – 3.0
The IT Crowd – Version 4.0

 Text: Heike Hildenhagen