How Not to Live Your Life - Szenefoto

© BBC

Donald Danbury (Dan Clark, „Mad About Alice“) ist ein Arschgesicht. Das klingt rüde, ist aber nicht von der Hand zu weisen. So ziemlich jeder, der ihn kennt, ist dieser Meinung – einschließlich seiner erst kürzlich verstorbenen Großmutter. Genau deswegen tat es ihr auch leid, ihm als ihren einzigen Erben ihr Haus zu vermachen. Es wird ihr ein Trost gewesen sein, dass es ihr Häuschen nicht umsonst gibt. Das nimmt Don nämlich an, doch der Nachlassverwalter mit dem passenden Namen Mr. Bitchman (Frank Gallagher, „Taggart“) bremst sein Freudentänzchen. Omi war mit den Hypothekenzahlungen im Rückstand und hat testamentarisch verfügt, dass das traute Heim nicht verkauft werden darf. 

Zu allem Übel verliert Don auch noch seinen Job. Die Tatsache, dass er mit seiner Vorgesetzten Sex hatte, bewahrte ihn nicht vor der Kündigung. Der Grund waren nicht etwa schlechte Beischlafkünste – die Beschwerden seiner Kollegen nahmen nur einfach überhand. 

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Als Don trotzdem das Haus bezieht, trifft er dort auf Eddie (David Armand, „I Want Candy“), der für die Pflege seiner Großmutter zuständig war. Schnell begreift er, dass Eddie niemand ist, den man so schnell wieder los wird. Der Altenpfleger lässt jetzt statt der Oma Don seine ganze Fürsorge zukommen. Schlimm ist das eigentlich nicht, denn Eddie kocht, putzt und gibt sogar nützliche Ratschläge. Einer davon ist, dass Don sich einen Untermieter sucht, dessen Miete ihn finanziell entlastet. 

Da steht auch schon Abby (Sinead Moynihan, „Hollyoaks“) vor der Tür, mit der Don nicht nur die Schulbank drückte, sondern in die er auch schwer verliebt war. Der neue Hausbesitzer sieht eine zweite Chance. Leider hat Abby einen Freund. Der heißt eigentlich Karl (Finlay Robertson, „The Body Farm“), wird von Don aber gerne mal „Hackfresse“ genannt. Nun gilt es zwei Probleme zu lösen. Wie erobert man die Frau seiner Träume und wie behält man Omis Haus ohne entsprechendes Einkommen? 

Schauspieler und Stand-up-Komiker Dan Clark liefert mit „How Not to Live Your Life“ eine Ein-Mann-Show. Er schrieb und  produzierte die Serie, übernahm die Regie und die Hauptrolle. Der amüsante Ego-Trip erzählt vom Alltag eines liebenswerten Verlierers, mit dem man trotzdem nicht befreundet sein möchte. Arbeitsfaul, unreif und nie um eine Ausrede verlegen, schleust sich Don Danbury durch sein Leben. Für den schrägen Humor nutzt Clark immer wieder Szenen, die nur in Dons Vorstellung passieren, beginnend mit Sätzen wie „Fünf Dinge, die man nach einem One Night Stand nicht sagen sollte“ oder „Drei ziemlich geniale Pläne für eine getürkte Beerdigung“. 

In Großbritannien gibt es mittlerweile drei Staffeln und am 22. Dezember dieses Jahres (BBC Three) soll ein Weihnachtsspecial folgen. Ob der TV Sender zdf_neo, der die erste Staffel hierzulande im März 2010 ausstrahlte, nachziehen wird, dürfte fraglich sein. 

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tellyvisions veröffentlichte die erste Staffel von „How Not to Live Your Life“ am 02. Dezember 2011. Dabei gab man sich bei der Ausstattung der DVD wieder alle erdenkliche Mühe. Das animierte Menü ist im Stil der Serie gehalten. Etwa bei der Sprachauswahl mit „3 Möglichkeiten, das Seherlebnis zu verändern“. Auf einer zweiten DVD mit der Aufschrift „6 Extras, nachdem man alle Folgen gesehen hat“ gibt es eben genau diese. Darunter sind u.a. Audiokommentare, ein Making of, entfallene Szenen und „Dan Clark’s Guide to dating“. Vorbildlich ist wieder das Angebot von optionalen Untertiteln in Deutsch und Englisch, die es auch bei den Extras gibt. 

DVD- Ausstattung

Text: Heike Hildenhagen