Inspector Barnaby

Inspector Barnaby: Der gediegene Krimi

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© ITV 2007, Edel:Motion – John Nettles, Jason Hughes[/white_box]
Rezension: Volume 12

Midsomer, eine fiktive Grafschaft in England. Idyllisch und tödlich. In New York heißt es: Wer es hier schafft, schafft es überall. Wer in Midsomer überlebt, überlebt wohl auch überall sonst. Pittoreske Landschaften, schrullige Dorfbewohner, urige Pubs und jede Menge Mordlust. Chief Inspector Tom Barnaby (John Nettles) hat alle Hände voll zu tun und kann dennoch eine hundertprozentige Aufklärungsquote liefern.

Schriftstellerin Caroline Graham hätte wohl nie vermutet, dass ihr Roman „The Killing at Badger’s Drift“, dem noch vier weitere Bücher folgten, eine derart erfolgreiche Serienverfilmung nach sich ziehen würde. In Großbritannien befindet man sich bereits in der 14. Staffel, wobei die Fackel von John Nettles an Neil Dudgeon weitergereicht wurde, der seit 2010 den Nachfolger DCI John Barnaby verkörpert.

Seit 1997 können sich die Zuschauer nicht sattsehen und begleiten den Inspector und seine wechselnden Kollegen durch die Ermittlungen in oftmals skurrilen Fällen. Das Geheimnis seines Erfolges liegt wohl darin begründet, ein Ermittler ohne Ecken und Kanten zu sein. In Zeiten, in denen so ziemlich jeder moderne Verbrechensaufklärer mit Ticks und Macken und ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden daherkommt, ist Barnaby ein Mann, der gänzlich darauf verzichten kann. Ein liebenswerter, gutbürgerlicher Familienvater, konservativ und rechtschaffen.

Auch das deutsche Publikum weiß das zu schätzen und das ZDF strahlt die Serie seit 2005 aus. Zunächst wurden nur ausgewählte Episoden synchronisiert und gezeigt. Mittlerweile ist man dazu übergegangen, die Lücken zu schließen. So wechseln sich aktuelle und ältere Folgen als Erstausstrahlungen ab.

Edel:Motion veröffentlichte nun Volume 12 (VÖ: 24.06.2011) mit vier weiteren spielfilmlangen Episoden der Staffeln 2, 10 und 11 und folgen dabei der Reihenfolge der ZDF Ausstrahlungen.

Szenefoto Inspector Barnaby
© ITV 2007, Edel:Motion – Philip Bond

„Leben und Morden in Midsomer“ macht seinem deutschen Titel alle Ehre, denn es gilt gleich vier Todesfälle aufzuklären. Als eine Gruppe junger Touristen im Wald die Leiche von Charlie Finleyson (Richard Ward) finden, stellt sich schnell heraus, dass es kein Motiv gab, Finleyson zu töten. Wohl aber für die Ermordung des Herausgebers der Zeitschrift „Midsomer Life“, der wenig später in seinem Büro erstochen aufgefunden wird. Guy Sandys (Simon Williams) hat sich mit seinen kritischen Artikeln nicht gerade Freunde gemacht. Nicht nur eine Dauerfehde zwischen den Dorfbewohnern und den Touristen erschwert die Aufklärung. Auch Barnabys Ehefrau Joyce wird zufällig in die Ermittlungen hinein gezogen, was dem Chief Inspector gar nicht passt.

Szenefoto Inspector Barnaby
© ITV 2007, Edel:Motion – vlnr: Jason Hughes, John Nettles, Simon Williams

Die Leiche des ehemaligen Polizisten Jack Colby (Pip Donaghy) führt Barnaby in „Geliebt, Gejagt, Getötet“ zu einem Mordfall, der Jahre zurückliegt. Damals wurde Lady Holm (Wendy Morgan) mit der Kurbel einer Camera Obscura erschlagen. Als diese Mordwaffe abermals benutzt wird, muss er den alten Fall wieder aufrollen und erfährt nebenbei von einem Sex-Skandal in den eigenen Reihen.

Szenefoto Inspector Barnaby
© ITV 2007, Edel:Motion – vlnr: Ronald Pickup, Jason Hughes, John Nettles

In „Der Wald der lebenden Toten“, wird die Assistentin des Autors und Freizeitzauberers Aloysius Wilmington (Stuart Wilson) während einer Vorstellung vergiftet. Zwei Morde später wird klar, dass die Antwort in einem um Jahrzehnte zurückliegenden Ritual eines keltischen Tempel Ordens zu finden ist, denn bei jedem Opfer findet man eine rituelle Waffe. Als auch Aloysius ermordet wird, konzentriert man sich besonders auf den selbsternannten Priester des Ordens, Ernest Balliol (Ronald Pickup). Dieser konnte es nicht verwinden, dass Aloysius den Tempel Orden in einer Buchveröffentlichung und in einem Interview als Schwindel entlarvt hatte. Doch auch Ernest ist in Gefahr.

Szenefoto Inspector Barnaby
© ITV 2007, Edel:Motion – vlnr: Pooky Quesnel, Jason Hughes, John Nettles

Um unerwünschte Zigeuner muss sich Barnaby in „Mord auf der Durchreise“ kümmern und vermittelt ein ums andere Mal zwischen den Dorfbewohnern und dem fahrenden Volk. Besonders  Richter Hector Bridges (Paul Jesson) kann sich mit der fröhlichen Belagerung nicht abfinden und mobilisiert gar seine alten Freunde in der Armee, um sie in einer Nacht und Nebel Aktion zu verjagen. Dies kann Barnaby glücklicherweise verhindern, nicht aber Hectors spätere Ermordung. Motive gibt es reichlich, denn mit fast jedem im Dorf hatte er es sich bereits verscherzt, einschließlich Orville Tudway (Kevin McNally), der sich nach seiner Armeezeit dem fahrenden Volk angeschlossen hatte. Neben der ohnehin schon aufwendigen Ermittlung muss sich Barnaby auch noch einer von Tochter und Ehefrau verordneten Diät unterziehen und wird dabei von Sergeant Troy mit Argusaugen überwacht.

DVD Ausstattung
Inspector Barnaby - Volume 12 - DVD Cover
Coverfoto: Edel:Motion

Format: PAL
Ländercode: 2
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Bildformat: 16:9 (Ep. 1 – 3), 4:3 (Ep. 4)
Audio: Dolby Digital 2.0 Stereo
Anzahl der Disks: 4
Altersfreigabe: 12
Laufzeit: ca. 393 Minuten
Extras: Interview mit Jason Hughes (Disc 3, 8:32 Min.) mit deutsch eingesprochener Übersetzung
Verpackung: Softbox
Label: Edel Germany GmbH

Episoden:
  • Leben und Morden in Midsomer (# 11.04)
  • Geliebt, gejagt, getötet (# 10.08)
  • Der Wald der lebenden Toten (# 11.05)
  • Mord auf der Durchreise (# 2.04)

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