Inspector Barnaby: Der gediegene Krimi

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© ITV 2007, Edel:Motion – John Nettles, Jason Hughes[/white_box]
Rezension: Volume 12

Midsomer, eine fiktive Grafschaft in England. Idyllisch und tödlich. In New York heißt es: Wer es hier schafft, schafft es überall. Wer in Midsomer überlebt, überlebt wohl auch überall sonst. Pittoreske Landschaften, schrullige Dorfbewohner, urige Pubs und jede Menge Mordlust. Chief Inspector Tom Barnaby (John Nettles) hat alle Hände voll zu tun und kann dennoch eine hundertprozentige Aufklärungsquote liefern.

Schriftstellerin Caroline Graham hätte wohl nie vermutet, dass ihr Roman „The Killing at Badger’s Drift“, dem noch vier weitere Bücher folgten, eine derart erfolgreiche Serienverfilmung nach sich ziehen würde. In Großbritannien befindet man sich bereits in der 14. Staffel, wobei die Fackel von John Nettles an Neil Dudgeon weitergereicht wurde, der seit 2010 den Nachfolger DCI John Barnaby verkörpert. Inspector Barnaby: Der gediegene Krimi weiterlesen

George Gently: Der Unbestechliche

[white_box]© BBC, ALL3MEDIA, Foto: Bernard Walsh – Martin Shaw, Lee Ingleby[/white_box]
Rezension: Staffel 3

Betrachtet man den eigentlich überflüssigen und reichlich plakativen, deutschen Nebentitel, ist der gar nicht mal so schlecht gewählt. Er beschreibt die Hauptfigur George Gently wirklich treffend. Ein harter Knochen, der sich ohne Wenn und Aber gegen die Korruption in den eigenen Reihen verschrieben hat mit ausgeprägten, moralischen Wertvorstellungen. Gemessen an der Zeit, in der die Geschichten spielen – die frühen 1960er Jahre – ist Gentlys moralisches Empfinden allerdings sehr liberal. Er verbittet sich rassistische oder diffamierende Äußerungen, stört sich nicht an sexuellen Orientierungen, die zu dieser Zeit noch kriminalisiert wurden und zeigt Verständnis für den Wunsch der Frauen nach Selbstbestimmung. Ein moderner Mann in einer unmodernen Zeit. George Gently: Der Unbestechliche weiterlesen

Krieg und Frieden: BBC-Verfilmung von 1972

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© 1972 BBC, polyband – r: Anthony Hopkins[/white_box]
Rezension: Teil 1 der Miniserie

Hintergrund der Geschichte ist die Zeit von 1805, dem Beginn des dritten Koalitionskrieges gegen Frankreich bis 1812, dem Jahr, in dem Napoleons Russlandfeldzug scheiterte.

Der unehelich geborene Pierre Besùchow (Anthony Hopkins) kehrt von Paris nach Petersburg zurück, da sein Vater im Sterben liegt und ihn vor dem Tod nochmal zu sehen wünscht. Besuchòw ist ein etwas naiver, tollpatschiger aber tiefgründiger junger Mann sowie glühender Napoleon-Verehrer, wofür er von den Adelssprossen der Petersburger Gesellschaft belächelt wird. Hier trifft er Andrej der sich ständig über Frauen im Allgemeinen und seine schwangere Frau Lisa im Besonderen beschwert. Ehefrauen sind ihm lästig und deshalb entschließt er sich in den Krieg gegen Napoleon zu ziehen und bringt seine Frau zu seinem eigensinnigen Vater, wo sie das Kind bekommen soll. Dort wohnt auch seine Schwester Maria Bolkonskaja. Krieg und Frieden: BBC-Verfilmung von 1972 weiterlesen