Ashes to Ashes: Zurück in die 80er

[white_box]Copyright Artikelbild
© 2007 BBC/Kudos – Keeley Hawes, Philip Glenister[/white_box]
Rezension: Staffel 1

Die Siebziger waren groovy. Die Achtziger sind Kult… wohlgemerkt, die aus dem letzten Jahrhundert, falls ein paar Postmillenniumgeborene mitlesen. Und selbst wenn man sich bei dem Gedanken an verbrecherische Modesünden und katastrophale Frisuren am liebsten eine Tüte über den Kopf ziehen will, kommt man nicht umhin festzustellen, dass man – wenn man in den 1980er Jahren aufgewachsen ist – diese in der Regel auch geliebt hat. Schulterpolster, neonfarbige Plastikohrringe, Stulpen und die Erfindung des Walkman – das alles entlockt einem heute ein nostalgieschwangeres Seufzen oder auch ein peinlich berührtes Lachen – je nachdem, wie stark man dem damaligen Zeitgeist gefolgt war.

Ashes to Ashes
© 2007 BBC/Kudos – Philip Glenister

„Ashes to Ashes“ entführt uns genau in dieses Jahrzehnt, wenn die Polizistin und alleinerziehende Mutter Alex Drake (Keeley Hawes) im Jahr 2008 von einer Kugel getroffen wird und 1981 im Outfit einer Prostituierten erwacht. Wem das Szenario bekannt vorkommt – „Ashes to Ashes“ ist die Nachfolgeserie oder neudeutsch das Spin-off von „Life on Mars“. Damals katapultierte es Detective  Sam Tyler (John Simm) nach einem Autounfall nicht nur ins Koma, sondern auch zwei Staffeln lang in die frühen 1970er Jahre. Im damaligen Manchester musste er herausfinden, was mit ihm passiert war und sich mit heute absurd bis kriminell wirkender Verbrechensaufklärung auseinandersetzen. Seine Versuche, die Fälle moderner und vor allem politisch korrekter anzugehen, wurden von einem gewissen Detective Inspector Gene Hunt (Philip Glenister) mit sorgfältiger Regelmäßigkeit torpediert. Ashes to Ashes: Zurück in die 80er weiterlesen

Primeval: Manchmal kommen sie wieder

[white_box]Copyright Artikelbild
© ITV, ProSieben, polyband – Andrew Lee Potts, Hannah Spearritt[/white_box]
Rezension: Staffel 4 aka 4.1

Totgesagte leben länger, heißt es. Im Fall der Abenteuer-Mystery Serie „Primeval – Rückkehr der Urzeitmonster“ trifft das durchaus zu. Nachdem sie im Jahr 2009 nach der dritten Staffel den üblichen Quotentod starb – wobei es wohl weniger an den Quoten lag als vielmehr an den hohen Produktionskosten – gab es zwei Jahre später eine Wiederauferstehung. Zu verdanken hat man das keineswegs einer Überzahl an protestierenden Fans, die einer Guerillaaktion gleich den britischen Sender ITV mit Gummi-Dinosauriern beschenkte… eine nette Idee wär‘s gewesen. Nein, es waren die Verantwortlichen selbst, die die Köpfe zusammensteckten und sich schlussendlich auf eine internationale Zusammenarbeit einigten, die die Finanzierung einer vierten und fünften Staffel ermöglichte. Primeval: Manchmal kommen sie wieder weiterlesen